24 h Übung am 18.07.2009
Erste Einsatzübung:
Lagerhallenbrand im Wurmgarten starke Rauchentwicklung, vermisste Person, Gefahr durch Gasflaschen.
Beim Eintreffen war laut Mitteilung durch den Firmeninhaber bereits eine Gasflasche durch die Decke detoniert.
Es folgten Aufbau der Wasserversorgung und bereitmachen des Einsatztrupps mit Atemschutz.
Die vermisste Person wurde gesucht, gefunden und die Gasflaschen mussten gekühlt werden bis zum Abtransport durch eine Spezialfirma.
Anschließend erfolgte die Einsatzbesprechung bei der der Einsatzleiter, in diesem Fall Thomas Kraske, noch mal den Hergang schilderte. Bei einem Ernstfall würden selbstverständlich weitere Feuerwehren zur Unterstützung alarmiert werden. Positives und auch Negatives wurde sofort angesprochen.
Auch die beobachtenden Organisatoren dieser 24 h Übung, Christopher Diehl und Tobias Götz, wiesen noch mal darauf hin, dass diese Übungen und Nachbesprechungen zur Fehlererkennung führen sollen und niemand dabei persönlich angegriffen werde.
Zum Abschluss wurden Gefahrenquellen vor Ort angesprochen und angeschaut, um im Ernstfall vorbereitet zu sein.
Zweite Einsatzübung:
Bewusstlose Person in Schacht Meldung der Koordinaten 25003295
Vorgefunden wurde unser Dummy in einem Schacht neben der ehemaligen Bahntrasse.
Die Drehleiter wurde auf dem neuen Radweg in Position gebracht und der Korb abgenommen. So konnte der Rollgliss am Leiterpark befestigt werden.
Hierüber erfolgte dann die Absicherung mit Seil und Sicherheitsgeschirr.
Da sich im Schacht jedoch Gase gebildet hatten wurde der erste Retter selbst bewusstlos und konnte nur dank seiner Eigensicherung schnellstens wieder hochgezogen werden.
Bei zunehmender Dunkelheit war auch der Powermoon eine große Hilfe, da so die Unfallstelle gut ausgeleuchtet war.
Nun musste die weitere Arbeit mit Atemschutz durchgeführt werden.
Mit vereinten Kräften konnten Retter und Geretteter aus dem Schacht befreit werden.
Die Organisatoren lobten das gesamte Team unter Leitung von Frank Mausehund.
Dritte Einsatzübung:
Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person
Im Wald Richtung Reha-Centrum war dieses Unfallszenario vorbereitet.
Einsatzleiter war diesmal Klaus Hartmann.
Die Scheiben wurden entfernt und mit dem Spreitzer konnte die Fahrertür geöffnet werden.
So konnte auch diese Aufgabe gelöst werden.
Vierte Einsatzübung:
Gefahrguteinsatz Bewegungsbad Schwefelsäure und Chlorgaslauge
Drei Gefahrgutbehälter befinden sich unterhalb des Schwimmbeckens im Rundgang. Ein Chlorgasbehälter ist leckgeschlagen, so die Information durch den Schwimm-Meister.
Der Einsatz erfolgt unter CSA.
Heike Klee hält Funkkontakt mit den Einsatzkräften.
Bei einem Einsatz unter Atemschutz ist eine ständigen Überwachung erforderlich. Hier werden u.a. die Uhrzeiten und der vorhandene Druck schriftlich festgehalten, um sicherzustellen, dass dem Angriffstrupp auch noch zum Rückzug genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.
Nach der Dekontaminierung gibt es wieder eine Einsatzbesprechung und die Möglichkeit auch hier die Örtlichkeiten und Gefahrenbereiche zu sondieren.
Fünfte und letzte Einsatzübung an diesem Wochenende:
Flächenbrand
Wenig Schlaf in 24 Stunden, viel Übung, neue Erfahrungen und die Möglichkeit aus Fehlern während der Übungen zu lernen.
Ein ganz, ganz großes Dankeschön an unsere jungen Organisatoren.